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24.01.2010

Vor- und Nachteile von Hosted Voice Services

Für geografisch verteilte Unternehmen ist es schon seit langem Gang und Gäbe, ihre verteilten Standorte/Niederlassungen über eine zentralisierte IT-Infrastruktur zu versorgen. Die Telekommunikationsinfrastruktur dagegen ist in vielen Unternehmen noch dezentral organisiert und wird den organisatorischen Anforderungen oft nicht gerecht.

D ie Vorteile einer standortübergreifenden Lösung liegen vor allem in Kosteneinsparungen und der Nutzung umfangreicherer Funktionalitäten.
Zahlreiche Anbieter arbeiten derzeit an entsprechenden Angeboten für den Betrieb von VoIP- und UC-Lösungen im Managed Services oder Hosting Modell. Darüber hinaus positionieren sich Netzbetreiber mit Hosted Voice Services. Die Zielgruppe sind primär die mittelständischen und kleineren Geschäftskunden, für die der Eigenbetrieb einer komplexen Kommunikationsinfrastruktur eine zu große Herausforderung darstellt.

Die Einordnung der VoIP-Dienste in einen rechtlichen bzw. regulatorischen Rahmen hängt davon ab, welche Angebote erbracht werden. Hierzu dient das von der EU Kommission veröffentlichte Papier "IP Voice and Associated Convergent Services" (http://ec.europa.eu/information_society/policy/ecomm/doc/library/ext_studies/ip_voice/401_28_ip_voice_and_associated_convergent_services.pdf) als Richtlinie. Danach ergeben sich für folgende Klassifizierungen:

Ein typisches Sprachvermittlungssystem (dabei ist es gleichgültig, ob es sich um eine konventionelle TK-Anlage oder eine IP-PBX handelt) besteht aus folgenden Hauptkomponenten:

Darüber hinaus muss das Kommunikationssystem auch Datenschnittstellen für die entsprechenden Anwendungen (Verbindungen zu PCs, Servern, POS-Terminals, etc.) bereitstellen. Über Switches und Router werden die Datenverbindungen innerhalb des Unternehmensnetzes vermittelt. Firewalls und andre Sicherheitskomponenten sorgen für den geregelten Zugriff auf die Datenressourcen. Über Grenz-Router oder Session Border Controller erfolgt die Anbindung an einen oder mehrere Internet Service Providers und die Datenwelt außerhalb des Unternehmens.

Bei einer typischen Hosted PBX- bzw. IP Central Office Exchange (Centrex) -Lösung bleiben von den aufgezählten Kommunikationskomponenten nur noch die Endgeräte (Telefone, PCs, usw.), das hausinterne Netzwerk und eine Schnittstelle zur Außenwelt übrig. Damit sind jedoch die Ähnlichkeiten beider Kommunikationssysteme aufgezählt. Bei einer IP Centrex-Lösung werden alle internen Unternehmensverbindungen (sowohl für Sprache und für Daten) vom Unternehmensnetz abgearbeitet. Der Zugangs-Router in Verbindung mit den notwendigen Sicherheitskomponenten (Firewalls) sorgt für die Anbindung an das Provider-Netzwerk. Beim Service-Anbieter befinden sich die für die Kommunikation notwendigen Vermittlungssysteme ins Internet und das öffentliche Telefonnetz.

Die Vor- und Nachteile beider Kommunikationsstrukturen lassen sich daher leicht ableiten. Beitreibt ein Unternehmen eine eigene IP-Telefonanlage, muss es sich um die Infrastruktur (Netzwerk) und sämtliche Konfigurationsänderungen und Wartungs- sowie System-Updates selbst kümmern. Bei der Telefonanlage übernimmt dies in vielen Fällen ein externes Wartungsunternehmen. Trotzdem verbleibt in der Regel der IT-Support im Unternehmen und belastet die Betriebskosten erheblich.

IP-Centrex (gegebenenfalls in Verbindung mit Mobile IP-Centrex) birgt die größten Sparpotenziale für den Anwender. Daher sehen Marktforscher diese Variante mittelfristig als Gewinner des Outsourcing-Markts.   (mat)