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10.12.2015

Was sich bei Grundstücken alles ändert!

STEUERREFORM!

Die Steuerreform 2015/2016 besteht aus mehreren Einzelmaßnahmen. Neben der Tarifreform und dem Betrugsbekämpfungsgesetz (welches Unternehmer geradezu unter Generalverdacht stellt), gibt es auch umfangreiche Änderungen im Bereich der Immobilienbesteuerung.

Th. Mares

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Thomas Mares

Um diese soll es in der Folge gehen:

.)   Bis dato waren die Abschreibungssätze im Immobilienbereich je nach Art der Nutzung gestaffelt. In Hinkunft wird im betrieblichen Bereich ein einheitlicher Satz von 2,5 % gelten. Das gilt für alle Wirtschaftsjahre, die ab dem 01.01.2016 beginnen und selbstverständlich auch für Immobilien, die sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Betriebsvermögen befunden haben.

.)   Der nichtabschreibbare Grundanteil wird von pauschal 20 % auf pauschal 40 % erhöht. Wem der Grundanteil zu hoch ist, der wird um ein Gutachten nicht mehr herumkommen.

.)   Instandsetzungsaufwendungen sind in Zukunft nicht mehr auf 10 Jahre verteilt anzusetzen, sondern auf 15 Jahre. Das gilt auch für alles aus der Vergangenheit.

.)   Teilwertabschreibungen von Liegenschaften sind nur mehr mit 60 % steuerlich absetzbar. Ein tatsächlich eingetretener Verlust ist auf Antrag auf 7 Jahre verteilt absetzbar.

.)   Aufwendungen für Bauleistungen sind in Zukunft nur mehr dann absetzbar, wenn sie überwiesen werden. Barzahlungen sind nur mehr bis zu einem Bagatellbetrag von € 500,00 zulässig.

.)   Wenn eine Immobilie unterpreisig vermietet wird, so soll die Umsatzsteuer in Zukunft in manchen Fällen vom Normalwert, also vom ortsüblichen Mietzins, fällig sein. Klingt komisch – ist aber so!

.)   Die Immobilienertragsteuer steigt von 25 % auf 30 %.

.)   Der Inflationsabschlag entfällt, was zu einer massiven Substanzbesteuerung (Vermögensteuer) führen wird.

.)   Im Bereich der Grunderwerbsteuer wird bei Schenkungen nicht mehr der dreifache Einheitswert, sondern der Verkehrswert herangezogen. Der Verkehrswert kann entweder durch ein Gutachten oder durch den adaptierten Immobilienpreisspiegel festgestellt werden. Diesbezüglich erwarten wir noch eine Veränderung.

  •      Die bekannten GrESt-Sätze, 2 % in der Familie und 3,5 % außerhalb, entfallen. Stattdessen beträgt der GrESt-Satz

    •      bis € 250.000,00  0,50 %

    •      bis € 400.000,00  2,00

    •      darüber                3,50 %

  •      Mehrere untentgeltliche Übertragungen innerhalb von 5 Jahren werden zusammengerechnet. Werden im Zuge der Schenkung Schulden mitübertragen, erfolgt die Festsetzung der GrESt ohne Abzug der Schulden. Für die Berechnung der Immobilienertragsteuer kann es in solchen Fällen zu einem Verkauf kommen. Lassen Sie das jedenfalls von einem Fachmann prüfen.

  •      Von der Grunderwerbsteuer befreit sind Schenkungen oder Erbschaften zwischen Ehepartnern oder eingetragenen Lebenspartner, wenn es sich um den Hauptwohnsitz handelt und dieser nicht mehr als 150 m² beträgt.

.)   Der GrESt-Freibetrag bei Immobilienveräußerung im Rahmen von Unternehmensweitergaben wird von € 365.000,00 auf € 900.000,00 erhöht. Darüber kommt der Satz von 0,5 % zur Anwendung.

 

Der GrESt auslösende Tatbestand "Vereinigung aller Anteile in einer Hand" ist in Zukunft schon bei 9,5 % gegeben.

 

Haben Sie es bemerkt? Viele Verbesserungen sind da nicht dabei!

 

Noch Fragen? Dann rufen Sie mich an oder senden mir eine E-Mail!

  Mag. Thomas Mares
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