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31.05.2016

Begünstigte Mitarbeiterrabatte

Die Behandlung von Mitarbeiterrabatten wurde bei der Einkommensteuer und bei der Krankenkasse neu geregelt und vereinheitlicht!

Th. Mares

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Thomas Mares

 Worum geht´s?

Prinzipiell sind Vergünstigungen an Mitarbeiter (Mitarbeiterrabatte) geldwerte Vorteile und dafür wird Steuer und Sozialversicherung fällig wie bei Lohn und Gehalt.

Bei begünstigten Mitarbeiterrabatte ist das nicht der Fall. Diese sind steuer- und sozialversicherungsfrei!

Aber wann spricht man von einem begünstigten Mitarbeiterrabatt?

Der begünstigte Mitarbeiterrabatt ist der geldwerte Vorteil eines Dienstnehmers aus dem verbilligten (kostenlosen) Bezug von Waren und Dienstleistungen, die der Arbeitgeber im allgemeinen Geschäftsverkehr anbietet. Es geht also ausschließlich um Produkte oder Dienstleistungen, die der Arbeitgeber gewöhnlich anbietet. (Tischler verkauft Mitarbeiter eine Bank, Blumenhändler verkauft Dienstnehmer günstig Blumen. Wenn ein IT-Unternehmen ein KFZ an einen Mitarbeiter verkauft, ist dieser Vorgang von der Regelung nicht umfasst, es gibt keine Begünstigung.)

Der Rabatt muss für alle Dienstnehmer oder Gruppen von aktiven Dienstnehmern gelten und der Verkauf darf nur in Haushaltungsmengen zum Eigenbedarf abgegeben werden.

 Mitarbeiterrabatte sind außerdem nur dann begünstigt, wenn der Rabatt entweder im Einzelfall 20 % nicht übersteigt oder der Mitarbeiterrabatt bei mehr als 20 % liegt oder pro Dienstnehmer und Jahr nicht mehr als € 1.000,00 Rabatt gewährt werden (keine Aliquotierung bei unterjährigen Ein- oder Austritt).

Als Vergleichswert dient der um übliche Rabatte verrechnete Endpreis des Dienstgebers.

  • Grundsätzlich gilt die 20 % Regelung unbegrenzt, d.h., auch bei sehr teuren Objekten wie Häuser oder Autos.
  • Der Freibetrag von € 1.000,00 greift auch, wenn eigene Waren oder Dienstleistungen kostenlos an Dienstnehmer weitergegeben werden.

Die Mitarbeiterregelung gilt grundsätzlich nicht für nahe Angehörige. Es bestehen allerdings keine Bedenken, wenn bei Waren oder Dienstleistungen der Betrag von € 1.000,00 nicht überschritten wird, anzunehmen, dass der Arbeitnehmer und nicht der Angehörige diesen Betrag bezahlt hat.

Der Arbeitgeber muss jedenfalls vertraglich vereinbaren, dass die Waren nicht zum Weiterverkauf sondern zum Eigenverbrauch bestimmt sind.

Geldwerte Vorteile, die nicht unter die dargestellte Regelung fallen, sind mit dem um die üblichen Preisnachlässe verminderten üblichen Endpreis des Abgangsortes anzusetzen.

 Die Umsatzsteuer wurde auch entsprechend angepasst und somit sind begünstigte Mitarbeiterrabatte sowohl steuer- als auch sozialversicherungs- und auch umsatzsteuerfrei.

 Zum Verständnis noch ein Beispiel:

Textilunternehmen verkauft eine Hose gewöhnlich um € 100,00.

Ab 01. Juli ist Abverkauf und die Hoste kostet nur mehr € 70,00.

Der Mitarbeiter kauft eine Hose;

  • 1)   am 28. Juni um € 70,00: Vorteil mehr als 20 % (€ 30,00), pflichtig wenn Gesamtjahresrabatt über € 1.000,00
  • 2)   am 1. Juli um € 70,00, Vergleichswert ist € 70,00, kein Mitarbeiterrabatt
  • 3)   am 1. Juli um € 60,00, Mitarbeiterrabatt unter 20 %, daher steuerfrei auch über € 1.000,00
  • 4)   am 1. Juli um € 50,00, Rabatt steuerpflichtig, da über 20 %, wenn Gesamtrabatt € 1.000,00 pro Jahr übersteigt.

 

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