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15.09.2017

Auch populäre Websites bergen Risiken

Auch der Besuch vermeintlich sicherer weil populärer Webseiten birgt Risiken. In einem neuen Report untersucht das Sicherheitsunternehmen Menlo Security die Schwachstellen der 50 beliebtesten Websites gemäß Alexa-Ranking in Deutschland und vergleicht die Ergebnisse mit Großbritannien. Der Report analysiert, wie viel Code im Hintergrund heruntergeladen und im Browser ausgeführt wird. Die Ergebnisse sind alarmierend.

Mathias Hein

Die Problematik beim Aufsuchen auch großer Portale liegt darin, dass diese eine Vielzahl von Scripts enthalten, die auf den Rechner geladen und ausgeführt werden. Für den Anwender nicht offensichtlich werden vielfältige Hintergrundaktivitäten ausgeführt, die kaum zu kontrollieren sind. Je höher die Zahl der Scripts, insbesondere von Background-Domains, desto höher das Risiko.

Die 50 am häufigsten frequentierten Portale in Deutschland und Großbritannien unterscheiden sich nicht wesentlich in der Zusammensetzung. Sie werden dominiert von News und Medien, sozialen Netzen, Suchmaschinen und Streaming-Medien. In beiden Ländern stellen viele dieser Seiten aktiven Code von riskanten Background-Sites bereit, kategorisiert als Malware, Pornographie oder Ähnliches. Im Durchschnitt ergab der Besuch der Top-50-Sits in UK einen Download von 1,40 MB und die Ausführung von 40 Scripts pro Besuch. Eine Website führte sagenhafte 132 Programme von 48 Background-Domains aus.

Nicht viel besser das Ergebnis für Deutschland. Hier beträgt der Durchschnitt pro Seite 1,11 MB Code-Download sowie 32 Scripts. Führend war hier eine Seite mit 166 Scripts von 41 Background-Domains. 12 Prozent der Seiten in UK sowie 6 Prozent der deutschen Seiten setzten zudem zum Testzeitpunkt verletzbare Web-Software ein.

Es gibt, so Menlo Security, viele legitime Gründe für den Einsatz von Scripts für die Verbesserung der Nutzung von Websites. Allerdings erhöhen diese das Risiko einer Infizierung mit Malware erheblich. Programme zur Unterdrückung von Scripts bieten hier nicht wirklich eine Alternative. Das Unternehmen empfiehlt daher den Einsatz einer Isolationsplattform für die Browsernutzung. +