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30.09.2017

Ein Arbeitstag im Leben einer Führungskraft

Im Rahmen einer groß angelegten Bürostudie mit bene, WIFI und karriere.at hat das Online Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com ein besonderes Augenmerk auf die Entscheidungsträger des Landes gelegt. Dabei zeigt sich, dass Personen in einer leitenden Funktion zwar stärker ausgelastet sind und berufliche Tätigkeiten oftmals in ihre Freizeit mitnehmen. Dank des Gefühls, mit ihrer Arbeit etwas Sinnvolles zu erreichen und entsprechender Erfolgserlebnisse, gehen sie ihrem Beruf aber mit Freude nach.

Mathias Hein

Der Mythos "nine to five" hat mittlerweile bei vielen Führungskräfte Österreichs ausgedient. Denn knapp die Hälfte der Entscheidungsträger startet ihren Arbeitstag bereits vor dem Eintreffen im Büro. So wurden vor dem offiziellen Start in den Arbeitstag schon fleißig E-Mails gelesen (34,2%) und beantwortet (16,5%) oder berufliche Telefonate geführt (17,2%). Im Laufe des Tages waren dies durchschnittlich 15,5 und damit 2,8 Telefongespräche mehr als bei Arbeitnehmern, die keine leitende Funktion im Unternehmen einnehmen.

Neben E-Mails und Telefonaten sind aber auch Meetings fester Bestandteil im Arbeitsalltag. Im Mittel finden 1,6 Besprechungen pro Tag statt, rund die Hälfte der Meetingdauer haben sie dabei im Schnitt aktiv mitgestaltet (49,3% vs. 39,9% der Beschäftigten ohne Führungsrolle). Wenig überraschend fällt daher die persönliche Einschätzung von zwei Drittel der Entscheidungsträger aus, wenn sie ihre Arbeitsauslastung als hoch beschreiben (67,3%). Im Vergleich dazu behaupten dies 58,0% der Österreicher ohne leitender Tätigkeit von sich.

Die Belohnung für den Arbeitseinsatz bleibt aber glücklicherweise nicht aus. So zeigen sich Führungskräfte häufiger sehr zufrieden mit ihrer Leistung im Büro (36,4% vs. 31,5%). Und auch in Punkto Erfolgserlebnissen ziehen sie eine erfreuliche Bilanz. Mehr als zwei Drittel dürfen sich im Laufe des Arbeitstages über ein oder mehrere positive Ereignisse freuen (67,9%). Für knapp die Hälfte der Arbeitnehmer ohne Führungstätigkeit bleibt dieses Gefühl aus (49,3%).

Das wirkt sich in weiterer Folge entsprechend auf die Wahrnehmung der Arbeitsumgebung aus. Vermutlich nicht zuletzt auch aufgrund ihrer besser ausgestatteten Büroräumlichkeiten, fühlen sich 37,2 Prozent der Entscheidungsträger in ihren vier Bürowänden pudelwohl und berichten von genügend Rückzugsmöglichkeiten (30,4%), die auch ein konzentriertes Arbeiten ermöglichen (30,2%). Personen, die sich in keiner Führungsposition befinden, beschreiben ihre Arbeitsumwelt hingegen nicht ganz so euphorisch.

Wenn im Büro die Computer heruntergefahren werden, genießen 82,5% der Arbeitnehmer einen arbeitsfreien Feierabend. Für 41,3% der Entscheidungsträger bedeutet das Verlassen des Büros indes nicht das Ende ihres Arbeitstages. Sie beenden ihn so, wie sie ihn begonnen haben: Mit E-Mails, Telefonaten oder sonstigen beruflichen Tätigkeiten außerhalb ihrer eigentlichen Arbeitszeit im Office. Mitgrund für diesen Arbeitseinsatz mag das Gefühl sein, mit ihrer Arbeit etwas Sinnvolles zu erreichen. Dieses schwingt bei 88,9% der Führungskräfte mit (vs. 78,4% der Beschäftigten ohne leitender Funktion). Und so freuen sich mehr als 4 von 10 von ihnen bereits auf den nächsten Tag im Büro. +