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09.09.2017

Erfolgsentscheidend: Investitionen in IT-Fachkenntnisse

Laut einer neuen Studie der SAP verzeichnen führende Unternehmen, die unternehmensweite Transformationsprojekte abgeschlossen haben, ein deutlich höheres Mitarbeiterengagement als Unternehmen mit weniger umfassenden Initiativen.

Mathias Hein

Über 64 Prozent der Führungskräfte in Unternehmen mit breit angelegten digitalen Initiativen geben an, dass ihre Mitarbeiter engagierter sind. In Unternehmen, die nur in einzelnen Geschäftsbereichen Transformationsprojekte durchgeführt haben, ist dies nur bei 21 Prozent der Fall. Ob ein Transformationsprojekt zum Erfolg wird, hängt entscheidend von den Mitarbeitern ab. Dies zeigt, wie wichtig es ist, in die Mitarbeiter zu investieren, um in der digitalen Geschäftswelt erfolgreich zu sein.

Für die Studie "4 Ways Leaders Set Themselves Apart" befragten das SAP Center for Business Insight und das Marktforschungsinstitut Oxford Economics weltweit mehr als 3.100 Entscheidungsträger, um herauszufinden, welche Ziele Unternehmen mit digitalen Transformationsprojekten verfolgen. Die Ergebnisse zeigen große Unterschiede zwischen Unternehmen, die bereits Transformationsprojekte abgeschlossen haben, und Unternehmen, die bislang keine digitale Strategie verfolgen:

  • 83 Prozent der Unternehmen, die im Hinblick auf die digitale Transformation führend sind, rechnen im Zuge der Digitalisierung in den nächsten zwei Jahren mit einem grundlegenden Wandel des Talentmanagements. Bei den Unternehmen, die ihren digitalen Wandel noch nicht in Angriff genommen haben, sind dies hingegen nur 37 Prozent.
  • Teilnehmer mit unternehmensweiten Transformationsprojekten haben eine genauere Vorstellung von den möglichen Vorteilen für ihre HR-Prozesse: 71 Prozent sind der Ansicht, dass sie mithilfe digitalisierter Prozesse einfacher Spitzenkräfte für sich gewinnen und langfristig binden können. Bei den übrigen Befragten sind dies nur 54 Prozent.
  • Rund 52 Prozent der Unternehmen, die digitale Transformationsprojekte durchgeführt haben, möchten in den kommenden zwei Jahren neue Rollen schaffen, die den neuen technologischen Anforderungen gerecht werden. Im Vergleich dazu haben nur 32 Prozent der Unternehmen, die den digitalen Wandel noch nicht in Angriff genommen haben, entsprechende Pläne.

"Führende Unternehmen stellen ihre Mitarbeiter in den Mittelpunkt ihrer digitalen Transformationsstrategie", erklärte Greg Tomb, President von SAP SuccessFactors*. "Die Untersuchung zeigt, dass der Erfolg der Digitalisierung entscheidend von den Mitarbeitern abhängt. Besonders innovative und zukunftsgerichtete Unternehmen investieren gezielt in ihre Mitarbeiter, um für die Anforderungen der Zukunft gerüstet zu sein."

Weitere wichtige Ergebnisse der Studie:

  • Mehr als ein Drittel aller Unternehmen weltweit sieht im Talentmanagement und der Entwicklung von Mitarbeitern wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wachstum in der digitalen Geschäftswelt. Rund 31 Prozent halten Investitionen in die digitalen Fachkenntnisse ihrer Mitarbeiter für den ausschlaggebenden Faktor, was die Steigerung des Umsatzes in den kommenden Jahren betrifft.
  • Im Bankensektor ist die Bereitschaft, in den nächsten zwei Jahren stärker in digitale Fachkenntnisse zu investieren, am größten. 48 Prozent der befragten Banken sehen darin den wichtigsten Faktor für höhere Gewinne, während 45 Prozent der Umfrageteilnehmer aus der Dienstleistungsbranche ein stärkeres Mitarbeiterengagement als wichtigste Voraussetzung für die Gewinnsteigerung bezeichneten.
  • In den USA hat sich die digitale Transformation der Unternehmen positiver auf die Bindung und Entwicklung der Mitarbeiter ausgewirkt als in anderen Regionen. Rund 19 Prozent der befragten US-Unternehmen gaben an, dass sich ihre Talentmanagement-Prozesse durch den Einsatz neuer Technologien teilweise oder vollständig gewandelt haben. In Großbritannien sind es im Vergleich dazu nur acht Prozent, in Deutschland sieben Prozent und in Mexiko fünf Prozent der Umfrageteilnehmer.

Die Studie zeigt damit, dass sich die digitale Transformation für Unternehmen auszahlt. Vorreiter in diesem Bereich profitieren im Vergleich mit den übrigen Befragten bereits jetzt von stärkerem Umsatzwachstum und höherer Ertragskraft und rechnen damit, dass sie diese Vorteile in den kommenden zwei Jahren weiter ausbauen können. Führende Unternehmen erwarten in den nächsten zwei Jahren ein 23 Prozent höheres Umsatzwachstum als alle anderen Teilnehmer, und 80 Prozent von ihnen gaben an, dass sie ihre Ertragskraft infolge der Digitalisierung von Prozessen steigern konnten. Bei den übrigen Befragten sind dies nur 53 Prozent.

"Bei der digitalen Transformation geht es nicht nur um die Investition in die neuesten Technologien", erläuterte Edward Cone, Technology Practice Lead bei Oxford Economics. "Die entscheidende Rolle spielen die Mitarbeiter – wie sie arbeiten, welche Kenntnisse sie haben und welche Fähigkeiten sie in einem geänderten Arbeitsumfeld benötigen. Die meisten Unternehmen fangen gerade erst damit an, sich mit diesen Fragestellungen zu befassen. Wer mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten kann, wird den Anschluss möglicherweise endgültig verlieren." +