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02.11.2017

Digitalisierung: "Neue Regierung darf keine Zeit verlieren"

Anlässlich des Internationalen Tags des Internets am 29. Oktober appellierte die Wiener Fachgruppe für Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) an die künftige Bundesregierung, bei der Digitalisierung keine wertvolle Zeit zu verlieren.

Mathias Hein

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Martin Puaschitz

Mit dem Internationalen Tag des Internets wird die erste, am 29. Oktober 1969 mit Hilfe des Internet-Protokolls übermittelte Botschaft gefeiert. 48 Jahre später steht das Internet mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G vor der nächsten großen Entwicklung. Die Fachgruppe UBIT Wien fordert nun die neue Regierung auf, die bisherigen Bemühungen rasch aufzugreifen und den 5G-Ausbau weiter voranzutreiben. "Die Verfügbarkeit der 5G-Infrastruktur ist eine Voraussetzung, um boomende Technologien wie das Internet der Dinge, autonome Fahrzeuge, Cloud-Computing oder Streaming-Dienste auf das nächste Level zu heben", erklärt Martin Puaschitz, Obmann der Fachgruppe UBIT Wien.

"Schaffen wir es, als einer der ersten 5G auszubauen, würde das erhebliche positive Effekte für Wirtschaft und Gesellschaft haben", zeigt sich Puaschitz überzeugt. Schon jetzt trägt der Software- und IT-Bereich rund 16 Milliarden Euro Wertschöpfung in Österreich bei, 5,7 Milliarden Euro davon in Wien (Zahlen 2016). Der neue Mobilfunkstandard würde dem IKT-Bereich, aber auch anderen Industrien sowie der Forschung & Entwicklung einen kräftigen Schub geben. Zudem würde durch eine Datenübertragungsrate von 10 GBit pro Sekunde eine Vielzahl an neuen Geschäftsfeldern und Anwendungsmöglichkeiten entstehen, aber auch bestehende Unternehmen könnten davon massiv profitieren. Knapp 90 % der befragten Unternehmen der erst kürzlich präsentierten KMU Digitalisierungsstudie gaben an, dass ein leistungsstarkes Internet für sie wichtig bis sehr wichtig ist. 

"Zwar wurden in den Wahlprogrammen ambitionierte Ziele formuliert, wie man Österreich als digitalen Vorreiter etablieren könne. Durch den Wahlkampf haben wir aber auch wertvolle Zeit verloren. Daher muss der digitale Fortschritt jetzt so rasch wie möglich vorangetrieben werden", fordert Puaschitz abschließend. +