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18.11.2017

Schutz des Smart Home gegen IoT-Gefahren

Avira stellt mit SafeThings einen völlig neuen Ansatz zum Schutz des vernetzen Zuhauses und der wachsenden Anzahl an IoT-Geräten vor. Mit zehn Jahren Erfahrung in der Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen hat Avira eine Gateway-Softwarelösung für IoT-Geräte entwickelt, die die Sicherheit und Privatsphäre von Anwendern im Smart Home schützt – und das direkt im heimischen Router.

Mathias Hein

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Avira SafeThings ist eine auf dem Router installierte Software, die vernetzte Geräte im Smart Home automatisch gegen IoT-Bedrohungen schützt. Die Software nutzt KI sowie maschinelles Lernen und bietet dem Anwender eine benutzerfreundliche Oberfläche. SafeThings™ wird einfach über den Router oder den Internetanbieter bereitgestellt, ohne dass der Endnutzer in seinem vernetzten Zuhause zum IT-Sicherheitsexperten werden muss.

"Anwender wollen keine zusätzlichen Geräte kaufen und sich auch nicht mit aufwendigen Installationsvorgänge aufhalten", sagt Travis Witteveen, CEO von Avira. "Mit Avira SafeThings™ stärken wir unsere Kernkompetenz: die beste, KI-unterstützte Erkennung von Schadsoftware in der IT-Sicherheitsbranche. Anwender möchten ihre smarten Geräte nutzen, ohne dafür vom Sofa aufstehen zu müssen, erwarten dabei gleichzeitig umfangreiche Sicherheit in ihrem vernetzten Zuhause. Für sie muss der Schutz des Smart Homes und der Privatsphäre einfach funktionieren ohne dass sie sich damit beschäftigen wollen. Zusammen mit unseren Partnern, den Internetanbietern und Routerherstellern, bieten wir Anwendern höchst effektive und benutzerfreundliche IoT-Sicherheit und Privatsphärenschutz ganz einfach über ihren Router."

Avira SafeThings verwandelt den Router in einen Schutzschild, der die Privatsphäre und die vernetzten IoT-Geräte im Smart Home gegen Hacker schützt. SafeThings™ kommt da zum Einsatz, wo das Smart Home an das Internet gekoppelt ist: im Router. Ein -und ausgehende Daten werden überprüft und KI eingesetzt, um deren Verhalten zu analysieren. So kann die App schädliche Aktivitäten von gehackten IoT-Geräten schnell erkennen und stoppen. SafeThings™ schützt die vernetzten Geräte der Anwender gegen Hacker-Angriffe, Ransomware, Missbrauch und unbefugtes Eindringen. Zudem können Nutzer kontrollieren, wie ihre vernetzten Geräte Daten handhaben. 

IoT wird zum neugierigen Nachbarn im Haus

Das Smart Home ist bereits heute Realität. IoT ermöglicht die einfache Steuerung verschiedenster Geräte im Haushalt: elektronische Geräte wie Telefone, Tablets und Smart-TVs, aber auch Thermostate, Lampen, Energie-Verbrauchsanzeigen und sogar Haushaltsgeräte wie vernetzte Waschmaschinen und Staubsauger gehören dazu. Das Beratungsunternehmen Gartner schätzt, dass die Gesamtzahl der mit dem Internet verbundenen Geräte im Jahr 2017 auf 8,4 Milliarden steigen wird. Im Vergleich zu 2016 wäre das ein Anstieg von 31 Prozent. Die Anzahl dieser Geräte würde dann erheblich über der Weltbevölkerung von 7,5 Milliarden Menschen liegen.

IoT hat neben vielen Vorteilen aber auch einen großen Nachteil: Die Anwender sind in ihrem vernetzten Zuhause quasi nackt und vollkommen ungeschützt, weil sie ständig meist unverschlüsselte Informationen für viele private Handlungen übermitteln: die Auswahl des Fernsehprogramms, die Aufnahmen der hauseigenen Überwachungskamera und sogar die bevorzugten Einstellungen des Heizungs-Thermostats. Grundlegende Prinzipien für IT-Sicherheit werden bei IoT-Geräten oft ignoriert. Die Geräte werden ab Werk mit festgelegten oder unsicheren Standardkennwörtern ausgeliefert. Es gibt auch keine Vorgabe, dass Nutzer bei der ersten Verwendung das Kennwort ändern müssen. Es gibt sogar extreme Fälle, bei denen kein Passwort nötig ist, um auf Geräte oder ausgewählte Dienste auf diesen Geräten online zuzugreifen. Außerdem werden unnötige Ports von Herstellerseite meist offen gelassen.

Schätzungen zufolge sind aktuell 70 Prozent aller IoT-Geräte anfällig dafür, gehackt zu werden. Angreifer wissen das und nutzen diese Sicherheitslücken aus. Das Smart Home und sein Netzwerk sind somit hohen Gefahren ausgesetzt. Das Aufkommen der Mirai Schadsoftware im Oktober 2016 hat deutlich gemacht, dass smarte Geräte Teil eines Botnetzes werden können, mit dem Malware und Spam verbreitet oder private Daten für Erpressungszwecke gestohlen werden.

Im echten Leben verschließen Verbraucher die Vorhänge oder machen die Tür zu, wenn sie feststellen, dass man sie sehen kann. Aber in vielen vernetzten Smart Homes sind sich Nutzer nicht bewusst, dass der schnüffelnde Nachbar von nebenan jetzt in ihrem eigenen Haus wohnt. Sie wissen vielleicht auch nicht, welches ihrer Haushaltsgeräte, ob Glühbirne oder Waschmaschine, ihr Online- und Offline-Verhalten nachverfolgt. Und das wirklich Schlimme daran ist, dass es keine Möglichkeit gibt, den Eindringlingen die Tür vor der Nase zuzuschlagen ‒ außer man zieht den Stecker vom Gerät.

Eine sichere Plattform zum Schutz des Smart Home

Avira SafeThings sichert das Smart Home mit vier grundlegenden Elementen:

  • Beobachten: Ein Software-Agent markiert jedes Gerät im vernetzten Zuhause und erfasst die wichtigsten Informationen zu Daten, die über das Gateway empfangen und versendet werden. Diese Informationen sind wie die Empfänger- und Absender-Adresse auf einem Brief, Avira SafeThings™ hat keinen Zugriff auf die privaten Inhalte.
  • Mitdenken: SafeThings nutzt KI-Techniken, wie zum Beispiel Maschinen- und Schwarmintelligenz. Damit wird jedes Gerät dynamisch eingestuft, normales Verhalten wird festgelegt, unnatürliche Datenwege erkannt. Daraus resultieren Regeln für alle vernetzten Geräte. Das System lernt zudem selbstständig, um eine noch genauere Erkennung zu ermöglichen.
  • Handeln: Wenn die KI von SafeThings ungewöhnliche Geräteaktivität erkennt, ergreift der Software-Agent sofort Schutzmaßnahmen. Die verdächtige Aktivität wird gestoppt, ohne die normalen Funktionen des Gerätes zu stören.
  • Erkennen: Die Benutzeroberfläche von SafeThings ermöglicht den schnellen und einfachen Überblick zu allen Aktivitäten im Netzwerk. Der Anwender bekommt einen umfassenden Einblick in die Daten, die von den smarten Geräten erfasst und weitergeleitet werden, ohne dass er dabei in den Prozess eingreifen muss.

Verfügbarkeit

Avira folgt nicht dem Branchentrend, zusätzliche Hardware für die IoT-Sicherheit im vernetzten Zuhause zu verkaufen. Als Software-Lösung ist Avira SafeThings nur über Internetanbieter und Routerhersteller erhältlich. Interessierte Endkunden sollten sich an ihren Internetanbieter bezüglich der Verfügbarkeit wenden, oder beim Kauf des nächsten Routers auf das Avira Etikett achten. +